Pressemitteilung der Junge Union Brandenburg

Pressemitteilung der Jungen Union Brandenburg

„Am Mittwoch berieten die Ministerpräsidenten mit Angela Merkel über weitere Maßnahmen gegen die Corona-Krise. Besonders in den Bereichen Gastronomie, Sport und Kultur sind die Maßnahmen schmerzlich, weil sie zum einen Teil des Alltagslebens sind und zum anderen besonders aufwendige Hygienekonzepte erarbeitet haben. Auch wir verstehen die Angst um die Existenz des heimischen Sportvereins, der Lieblingsbar oder des Festivals vor der Haustür“, so Julian Brüning MdL, Landesvorsitzender der Jungen Union Brandenburg.

Besonders die junge Generation hat durch Corona deutlich stärkere Belastungen: Wochenlange Unterbrechung des Unterricht, unsichere Ausbildungsperspektiven und Verlust von Nebenjobs belasten Jugendliche zusätzlich zu Gesundheitsgefahren, Rezession und Verschuldung.

„Dennoch: Corona trifft Brandenburg und auch Deutschland mit voller Wucht. Die Zahlen der letzten Wochen verheißen nichts Gutes. Die jetzigen Beschränkungen sind notwendig, um die Dynamik des exponentiellen Anstiegs zu brechen. Wenn wir einfach weiter warten, haben wir Bilder, wie wir sie aus Italien und Spanien im Frühjahr kennen“, so Brüning weiter.

Die Ministerpräsidentetenkonferenz hat sich auf einen Lockdown Light mit mit offenen Schulen, Kindergärten und Arbeitsplätzen geeinigt. Es gibt jedoch Branchen, Menschen, Unternehmen und Geschäfte, die unter den Regelungen besonders leiden.

Als Junge Union stellen wir deshalb sechs Forderungen für die Zeit während und nach dem Lockdown:

1. Unkomplizierte Überbrückungshilfen III (75 % Umsatzausgleich) für alle, die im November am meisten leiden werden:

Gastronomie, Kultureinrichtungen und Solo-Selbstständige! Dabei sollte das Jahresmonatsmittel aus 2019 als Referenz dienen, nicht November 2019.

2. Kultur, Sport und Freizeit sind keine Nebenprodukte, sie sind Notwendigkeiten!

Es muss anerkannt werden, dass Kultur, Sport, Freizeit und auch Partys ein wichtiger Teil unseres Lebens sind! Arbeit allein ist für die meisten nur ein Mittel und kein Existenzgrund. Kultur, Freizeit und menschliche Interaktionen machen unser Leben erst lebenswert! Deswegen brauchen wir Strategien - etwa die Einführung von Schnelltests vor Veranstaltungen - wie wir Kultur, Sport & Co wieder gewährleisten können.

3. Anerkennung der psychischen und wirtschaftlichen Belastungen für junge Generationen:

Nach dem Lockdown müssen Möglichkeiten geschaffen werden, wie jungen Menschen sicher und einfach Zeit gemeinsam verbringen können. Außerdem müssen Ausgleiche für die verlorene Zeit geschaffen werden, wie die temporäre Aussetzung von Langzeitstudiengebühren.

4. Unterstützung von Senioren in und nach der Isolation.

Auch ältere Menschen leiden besonders unter der Reduzierung sozialer Kontakte. Wir müssen Covid-sichere Besuchsmöglichkeiten in Pflegeeinrichtungen schaffen (FFP2-Masken, Schnelltests, Besucherkabinen etc.

5. Beherbergungsgewerbe unterstützen.

Das Beherbergungsgewerbe ist mit über 43.000 eingetragenen Unternehmen und ca. 600.000 Beschäftigten eine der tragenden Säulen in unserem Wirtschaftssystem, das allein im Jahr 2019 ein Umsatzvolumen von ca. 33 Mrd. Euro ausmachte. Auch hier die Forderung einer langfristigen Strategie - etwa die Einführung von Schnelltests vor Anreise auch für touristische Übernachtungen- die eine Schließung der Einrichtungen zuvorkommen könnte.

6. Digitale Bildung endlich umsetzen.

Die Corona-Krise zeigt uns deutlich die Schwächen unseres Bildungssystems im Bereich der Digitalisierung. Der beste Zeitpunkt für die Umsetzung digitaler Bildung ist jetzt. Im Sinne der Chancengerechtigkeit unserer Schüler muss Brandenburg in diesem Bereich den Anspruch haben, eine Vorreiterrolle einzunehmen.